Die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Vietnam (AHK Vietnam) organisiert gemeinsam mit der enviacon International GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Markterkundungsreise für deutsche Unternehmen der Medizintechnik. Die Reise findet vom 13. bis 18. September 2026 in Kambodscha und Vietnam statt und ist Bestandteil der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft sowie des Markterschließungsprogramms für KMU.
Zielmärkte mit hohem Wachstumspotenzial
Vietnam und Kambodscha zählen zu den dynamisch wachsenden Gesundheitsmärkten in Südostasien. Vietnam verfügt über steigende Gesundheitsausgaben, eine wachsende Mittelschicht und einen Medizintechnikmarkt, der zu 80–90 % importabhängig ist. Deutsche High-Tech-Lösungen genießen hier aufgrund ihrer Qualität und Zuverlässigkeit einen hervorragenden Ruf. Staatliche Investitionen in die Modernisierung der Krankenhausinfrastruktur sowie in die Digitalisierung des Gesundheitswesens treiben die Nachfrage zusätzlich an.
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80–90 % Importabhängigkeit Medizintechnik
Der vietnamesische Medizintechnikmarkt ist stark importabhängig; deutsche High‑Tech‑Lösungen sind besonders gefragt.
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bis zu 10 % p. a. Wachstum Gesundheitsmarkt
Der Gesundheitsmarkt wächst jährlich zweistellig, getrieben durch steigende Ausgaben und demografische Entwicklungen.
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> 8 % Wirtschaftswachstum (BIP)
Vietnam zählt zu den dynamischsten Volkswirtschaften Südostasiens und investiert stark in Gesundheitsinfrastruktur.
Kambodscha ist ein kleinerer, aber schnell wachsender Nischenmarkt. Rund 60 % der Gesundheitsleistungen werden von privaten Anbietern erbracht, die verstärkt in moderne Diagnostik investieren. Aufgrund der nahezu vollständigen Importabhängigkeit eröffnen sich insbesondere Chancen für ausländische Technologieanbieter und spezialisierte Medizintechnikunternehmen.
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ca. 60 % Anteil privater Gesundheitsanbieter
Rund 60 % der Gesundheitsleistungen werden von privaten Anbietern erbracht, insbesondere in urbanen Zentren.
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nahezu 100 % Importabhängigkeit Medizintechnik
Es existiert kaum lokale Produktion; der Medizintechnikbedarf wird fast vollständig durch Importe gedeckt. [MEK_VN KH_...etter.docx]
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ca. 6 % Wirtschaftswachstum (BIP, Prognose)
Die Weltbank prognostiziert für Kambodscha ein solides Wachstum, getragen durch private Investitionen.
Inhalte und Mehrwert der Reise
Die Markterkundungsreise bietet teilnehmenden Unternehmen einen strukturierten und praxisnahen Zugang zu beiden Zielmärkten. Bereits vor Reisebeginn erhalten die Teilnehmenden fundierte Informationen im Rahmen eines Zielmarktwebinars sowie ausführliche Zielmarkthandouts zu Marktstruktur, regulatorischen Anforderungen, steuerlichen Rahmenbedingungen und Einfuhrbestimmungen.
Vor Ort umfasst das Programm unter anderem:
- Delegationsbriefings und Fachseminare in Phnom Penh und Ho‑Chi‑Minh‑Stadt
- Gruppen‑ und Referenzbesuche bei relevanten medizinischen Einrichtungen
- Vorstellung der eigenen Produkte und Lösungen vor lokalen Entscheidungsträgern
- Direkten Austausch mit potenziellen Geschäftspartnern, Behörden und Institutionen
Die Teilnehmenden erhalten so konkrete Einblicke in laufende Projekte, Marktbedarfe und Kooperationsmöglichkeiten im Gesundheitssektor beider Länder.
Zielgruppe
Die Reise richtet sich insbesondere an kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU) mit Interesse an Markteintritt oder Geschäftsausbau in Südostasien, insbesondere aus den Bereichen:
- High‑End‑Diagnostik und Bildgebung (z. B. Kardiologie, Diabetes, Zahnmedizin)
- Digitale Gesundheit / E-Health (Telemedizin, elektronische Patientenakten, interoperable Systeme)
- Krankenhausinfrastruktur und medizinische Ausstattung
- Unternehmen mit Bedarf an regulatorischer Orientierung und Distributionspartnern
Veranstaltungsdetails
- Zeitraum: 13.–18. September 2026
- Länder: Kambodscha & Vietnam
- Projektformat: Markterkundungsreise
- Sprache: Deutsch / Englisch (je nach Programmpunkt)
Teilnahmebedingungen & Kosten
Das Projekt unterliegt den De‑Minimis‑Regelungen. Der Eigenanteil beträgt – abhängig von der Unternehmensgröße:
- 250 EUR (netto): < 2 Mio. EUR Jahresumsatz & < 10 Beschäftigte
- 850 EUR (netto): < 150 Mio. EUR Jahresumsatz & < 750 Beschäftigte
- 1.500 EUR (netto): ≥ 150 Mio. EUR Jahresumsatz oder ≥ 750 Beschäftigte
- Anmeldeschluss: 14. Juni 2026